Rad- und Gehwegbrücke an B290
Arbeiten zur Notsicherung beginnen endlich

Die Rad- und Gehwegbrücke an der B290 zwischen Crailsheim und Satteldorf wird endlich notgesichert. Mit dem Beginn der Arbeiten am 17. März wird die Brücke halbseitig gesperrt, auch der Gehweg wird für die Arbeiten genutzt. Betroffen ist auch der Autoverkehr, da Baumaterial und -gerät im betroffenen Bereich gelagert werden müssen. Radfahrende zwischen Crailsheim und Satteldorf müssen dementsprechend weiterhin eine lange Umleitung fahren.
Bereits seit mehreren Monaten sind die beiden Brücken der Deutschen Bahn auf Höhe Fallteich an der B290 voll gesperrt. Die ursprünglich bis zum 18. Dezember 2024 befristete Sperrung wurde aufgrund von Brückenschäden bis Ende Februar 2025 verlängert. Das Ressort Sicherheit & Bürgerservice der Stadtverwaltung hatte dieser Verlängerung zugestimmt, aber deutlich darauf hingewiesen, dass die Arbeiten spätestens zum Beginn der Radsaison Ende Februar abgeschlossen sein müssen. Diese beginnen jetzt voraussichtlich am Montag, 17. März, dauern voraussichtlich bis zum 30. April – mit weiteren Behinderungen für Verkehrsteilnehmende.
Die Arbeiten werden größtenteils in der Nacht durchgeführt, wenn die Bahn Betriebspausen hat. Tagsüber wird nur weit entfernt von den Gleisen gearbeitet. Der Verkehr auf der B290 wird mit einer mobilen Ampel geregelt. Dafür wird die die Ampelanlage an der Einmündung zur Nordwestumgehung auf Blinkmodus gestellt und für die Verkehrsführung werden Schilder aufgestellt.
Die 100 Meter lange Sperrung der DB-Brücken zwingt Radfahrende seit Monaten zu einer rund drei Kilometer langen Umleitung. Besonders betroffen sind Pendler sowie Schülerinnen und Schüler, die täglich zwischen den beiden Kommunen unterwegs sind. Die Stadtverwaltung bedauert, dass dies weiterhin der Fall ist.
Verzögerungen nicht im Sinne der Stadt
Die jetzt geplante Notsicherung betrifft eine die Rad- und Gehwegbrücke entlang der Blaufelder Straße, die als eine der meistbefahrenen Radverbindungen in Crailsheim und Umgebung gilt. Der eigentliche Radweg war bereits in einem gemeinsamen Projekt der Kommunen Crailsheim und Satteldorf für rund 1,5 Millionen Euro saniert worden. Diese Maßnahme wurde zum Großteil aus Fördermitteln finanziert und auch pünktlich beendet.
Die beiden Holzbrücken allerdings, die die Bahngleise überqueren, blieben weiterhin gesperrt. Erst Mitte November 2024 informierte das Regierungspräsidium nach mehrfachen Nachfragen der Kommunen Crailsheim und Satteldorf über die genauen Gründe. Die Stadt Crailsheim hatte darauf gedrängt, dass die Arbeiten deutlich schneller abgeschlossen werden, um die Einschränkungen für Radfahrende und Pendler zu minimieren. Die Verzögerungen sind nicht im Sinne der Stadtverwaltung, die sich weiterhin für eine rasche Fertigstellung einsetzt.